Station 15, Rony
Die Bezeichnung Rony
Roni ist die Kurzform der älteren Flurnamen Ronismatt und Ronisweid, die so viel bedeuten wie: ein Landstück, das dem Roni gehört oder von ihm genutzt wird.
Namensgeber war mit grosser Wahrscheinlichkeit Hieronymus Frickhart, ein ehemaliger Sigrist in St. Wolfgang. Seit 1630 ist er in den Quellen als «Jeronimuss» oder «Ronj» Frickhart erwähnt und wird als «Sigerist bÿ Sant Wolffgang» bezeichnet.
Er war mehrfach als Besitzer von Grundstücken rund um die Wart und St. Wolfgang belegt. Um 1640 zinste er für eines der Wirtshäuser in St. Wolfgang, 1643 war er Bannwart des angrenzenden Herrenwaldes. Im Jahr 1645 wird er im Protokoll des städtischen Rates als «Alt Sigrist bÿ St. Wolffgang» genannt.
Das Schulhaus Rony

Das Primarschulhaus Rony wurde im Jahr 1984 erbaut – nachdem der notwendige Kredit erst im zweiten Anlauf von der Gemeindeversammlung bewilligt worden war.
Was Sie heute sehen, ist bereits der Erweiterungsbau von 2021. Neben Schulräumen für die Primarschule befinden sich hier auch drei Kindergärten sowie Räumlichkeiten für die ausserschulische Betreuung, darunter der Mittagstisch und die Naschu (Nachschulbetreuung).
Zudem beherbergt das Gebäude zusätzliche Büros, Besprechungs- und Arbeitszimmer für die Schulleitung, die Schulsozialarbeit und den Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Weitere Gruppenräume, Vorbereitungs- und Besprechungszimmer ergänzen das Angebot.
Auch die Schulbibliothek wurde im Zuge des Erweiterungsbaus neu gestaltet und lädt seither zum Entdecken, Lesen und Verweilen ein.
Mehr zur Schulgeschichte von Hünenberg – Station #8 Mattenschulhaus
Und zu den weiteren Hünenberger Schulhäusern:
– Schulhaus Ehret – Station #37
– Schulhäuser Kemmatten und Eichmatt – Station #25 Huobstrasse

Das erste Baseballfeld der Schweiz

Es war einmal eine Handvoll junger Burschen aus Zug und Umgebung, die beim Baseballclub Eagles Reussbühl aktiv waren. Da die Eagles eine eingespielte Mannschaft hatten und die Zuger Neulinge realisierten, dass es noch viel Training brauchen würde, um eingesetzt zu werden, entstand eine neue Idee: eine eigene Baseballmannschaft im Kanton Zug gründen.
Schon bald fanden sich genügend Spieler zusammen, um die erste Zuger Baseballmannschaft zu gründen. Bei der Gründungsversammlung am 16. September 1988 standen mehrere Teamnamen zur Diskussion: Bobcats, Rebels, Sharks, Unicorns und Cougars. Letztlich überzeugte der Bezug zum Einhorn im Hünenberger Wappen – mit 11 von 19 Stimmen wurde der Name UNICORNS gewählt.
Damit begann im Jahr 1988 die Geschichte der Unicorns Hünenberg – einem Verein, der seither Baseball (und später auch Softball) in der Region stark geprägt hat. Das erste offizielle Spiel fand am 30. April 1989 in der Nationalliga B gegen die Cardinals aus Bern statt.
Bereits 1992 wurde das Juniorenteam gegründet. Nur zwei Jahre später wurde das Damenteam ins Leben gerufen, das in der Softball-Meisterschaft mitspielte.

Im April 2009 sorgte das Baseball- & Softball-Team Unicorns Hünenberg landesweit für Schlagzeilen: Nach über 2’000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden wurde das erste international bespielbare Baseballfeld der Schweiz eröffnet – komplett ausgestattet mit Pitcher’s Mound, Infield-Rasen und Dugouts.
Ein historischer Moment – nicht nur für die Unicorns, sondern für den Baseballsport in der ganzen Schweiz.
Aktuell nehmen die Unicorns mit fünf Teams am Meisterschaftsbetrieb teil:
- NLA (ab 16 Jahren)
- 1. Liga (ab 16 Jahren)
- Cadets (U15)
- Juveniles (U12)
- Slowpitch-Softball (alle Altersklassen)

Die BiEAG
2006 wurde die Interessengemeinschaft erneuerbare Energie Hünenberg – seit 2008 BiEAG Biomasse Energie AG – gegründet mit dem Ziel, nachhaltig Strom und Wärme zu produzieren und zu verkaufen.
Die Gründer:
- EGH Elektro-Genossenschaft Hünenberg: «Wir decken mit dem Biomasse-Heizkraftwerk 7-8% unseres Stromliefermixes ab.»
- Korporation Hünenberg: «Wir können eigene Holzressourcen als lokal produzierte Wärmeenergie vermarkten und versorgen damit unsere Überbauung mit umweltfreundlich produzierter Energie.»
- Einwohnergemeinde Hünenberg: «Wir stärken unser Label als Energiestadt und investieren in eine nachhaltige Zukunft.»
Die Finanzierung von 16 Mio. Franken wurde sichergestellt durch eine Aktienkapitalerhöhung, die Unterstützung der drei Initianten, des Grossaktionärs CKW Luzern, der Bevölkerung sowie durch langfristige Finanzierungen durch die Zuger Kantonalbank.
So funktioniert die BiEAG
Für die Biogas-Produktion werden verwendet
- Gülle: Sie wird via festen Leitungen von 17 Bauernhöfen in Hünenberg zur Biomasse-Anlage geführt.
- Mist, Grünschnitt: Die Jauche ist der Haupttreibstoff für die Biogas-Anlage.
- Weitere Abfälle aus der Landwirtschaft und Essensreste; werden zerkleinert und der Gülle beigefügt.
Die Grundstoffe für das Biogas werden in die beiden Fermenter, den Türme mit den weissen Kuppeln, gepumpt und auf 37 Grad erwärmt. Während den folgenden 50 Tagen «fressen» Methanbakterien die braune Masse, verdauen sie und «furzen dann Biogas», das in den Kuppel gesammelt und dann ins Blockheizkraftwerk gepumpt wird.

Im Blockheizkraftwerk, dem Herzstück der Anlage, treibt das Gas einen Motor an, der wiederum den Generator betreibt. Er verwandelt die mechanische Energie in elektrischen Strom (rund 300 KW) um, der dann ins Netz der EGH gespeist wird.
Im Blockheizkraftwerk wird aber auch Wärme produziert, mit der in Wärmetauschern Wasser auf 90 Grad aufgeheizt wird. Dieses wird ins 8000 Meter lange Fernwärmenetz gepumpt, wo es zu den angeschlossenen Häusern läuft. Zurück kommt das Wasser mit etwa 60 Grad und wird wieder aufgewärmt.
Seit der Inbetriebnahme im Jahre 2011 produziert das Biomasse-Heizkraftwerk aus Biogas und Holz Strom und Wärme. Das Rohmaterial dazu liefern auch die Landwirte aus Unterhünenberg: Gülle und Mist. Die produzierte Wärme wird in das eigene Fernwärmenetz in Hünenberg Dorf und Lindencham eingespeist. Dieses wird kontinuierlich ausgebaut und verdichtet: 2024 bezogen bereits über 2‘500 Wohnungen ihre Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk.
