Standort Tafel 33 Bösch Ost (linke Tafel)

Station 33, Bösch Ost

Das Bösch

Das Gebiet Bösch in Hünenberg blickt auf eine lange Geschichte zurück, die tief in der bäuerlichen Vergangenheit der Region verwurzelt ist – und gleichzeitig ein anschauliches Beispiel für den Wandel von der Landwirtschaft zur modernen Arbeits- und Gewerbewelt darstellt.

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 1946

 

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 1970

 

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 1976

 

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 1983

 

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 1994

 

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 2002

 

Luftaufnahme vom Bösch im Jahr 2022

 

 

Bereits 1491 wird das Gebiet unter dem Namen «Bosch» im Zusammenhang mit den «alten Gotzen» erwähnt. Das mittelhochdeutsche «busch» bzw. «bosch» bedeutet schlicht «Wald» oder «Gehölz». Schon 1506 bestand hier ein Bauernhof – mit später namentlich erwähnten Landwirten wie Rudy Steiner (1531), Hans Walers (1629), Hanns Jacob Waller (1686) und Jost Werder (1775).

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts differenzierte man das Gebiet in Oberbösch, Unterbösch und Neubösch, womit sich eine kleinteilige Struktur in der landwirtschaftlichen Nutzung etablierte.

Ein deutlicher Wandel setzte in den 1970er-Jahren ein, als sich im Westen die ersten Unternehmen ansiedelten. Die damaligen Gewerbeansiedlungen markierten den Übergang vom Agrarraum zum Wirtschaftsstandort. Doch erst rund 20 Jahre später – also in den 1990er-Jahren – setzte ein eigentlicher Bauboom ein, der das Gesicht des Quartiers prägen sollte.

Luftaufnahme Gewerbezone Rothus Böschh

Bis heute bestehen Pläne und Visionen, das Areal Bösch weiterzuentwickeln und attraktiver zu gestalten – sei es für Unternehmen, für innovative Mobilitätslösungen oder als grün durchmischter Arbeits- und Lebensraum. Mit dem Zusammenspiel aus Historie, wirtschaftlichem Wandel und zukunftsgerichteter Planung bleibt Bösch ein Schlüsselareal in der Gemeindeentwicklung Hünenbergs.

Der aktuelle Planungsstand für das Bösch 

International School of Zug and Luzern ISZL

Die International School of Zug wurde 1961 unter dem Namen The Zug Anglo-American School gegründet – mit damals nur vierzehn Schülern. Das Ziel: Eine englischsprachige Grundausbildung für Kinder aus internationalen Familien, die in der Region lebten und arbeiteten.

2008 fusionierte die Schule mit der International School of Luzern und der The Riverside School. Daraus entstand die heutige ISZL – International School of Zug and Luzern, eine non-profit Stiftung. Der Riverside Campus im Bösch wurde 2010 eröffnet und ist seither Standort für rund 400 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Der Campus bietet eine beeindruckende Infrastruktur:

  • Naturwissenschaftliche Labors und moderne Computerräume
  • Kreative Räume wie Kunst- und Musikateliers
  • Eine gut ausgestattete Bibliothek
  • Ein Allwetter-Hartplatz und ein Mehrzweck-Sportplatz
  • 2013 wurde eine grosse Dreifachturnhalle fertiggestellt, inklusive:
    • Tanzstudio
    • Fitnesscenter
    • Kletterwand
  • Eine geräumige Kunstwerkstatt für individuelles und gemeinschaftliches künstlerisches Arbeiten

ISZL Fitnesscenter mit Kletterwand

 

Derzeit bestehen Ausbaupläne: Im Süden des Komplexes auf dem schuleigenen Land soll bis 2028 ein weiteres Schulgebäude erstellt werden für die Schüler von 12 bis 14 Jahre, die derzeit noch in Walterswil, Baar, unterrichtet werden. Ebenso soll Tiefgarage gebaut werden.

Mehr zur ISZL 

Die ZuWeBe

ZUWEBE & Restaurant Schlosserei Aussensicht

Die Stiftung zuwebe besteht seit 1967 und bietet im Kanton Zug Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnplätze für Menschen mit einer Lernschwäche, geistigen Behinderung und psychischen Beeinträchtigung an.  Gegründet wurde sie durch engagierter Eltern als Zugerische Werkstätte für Behinderte. Diese waren auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung für ihre Töchter und Söhne mit einer Beeinträchtigung.

Hier im Bösch hat die ZuWeBe 2001 ihr Produktionsgebäude Bösch eröffnet. 130 Menschen mit einer psychischen oder kognitiven Beeinträchtigung starten ihren Arbeitsalltag im Bösch. 19 Jahren später wurden dann die Räumlichkeiten der einstigen Schlosserei zu einem öffentlichen Restaurant umgebaut.

ZUWEBE Restaurant Schlosserei

 

ZUWEBE Restaurant Schlosserei

Aktuelles zur ZuWeBe

Restaurant Schlosserei 

Weitere Unternehmungen im Bösch Ost

Text:        Patricia Diermeier

Fotos:      Andrteas Busslinger, Thomas Müller

Sponsor:  International School of Zug and Luzern

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